Schlappe für Prime im Mini-Supercomputermarkt

05.08.1988

MÜNCHEN (CW) - Erst vor sechs Monaten stieg die Prime Computer Inc. mit viel Aufwand in den Markt für Mini-Supercomputer ein. Jetzt steigt das Unternehmen aus diesem Bereich wieder aus. Der kurze Ausflug in diesen Markt kostete Prime etwa 5 Millionen Dollar.

Am Jahresanfang hatte Prime mit dem kalifornischen Hersteller Cydrome eine Vereinbarung über die Vermarktung eines Mini-Supercomputers geschlossen. Da der Verkauf nicht die nötigen Gewinne abwarf, wurde diese Vereinbarung jetzt kurzfristig gekündigt. Die bestehenden Installationen werden weiterhin von Prime betreut. Nach Angaben der deutschen Prime-Niederlassüng will das Unternehmen sich jedoch in Zukunft weiter um den unkämpften Markt für Mini-Supercomputer bemühen. Genaue Pläne seien aber noch nicht bekannt. US- Analysten sind der Auffassung, daß auf dem Mini-Supercomputermarkt zu viele kleine Unternehmen um die wenigsten Anteile kämpften. Da diese Unternehmen zum Teil dank Venture-Kapital über genug Geld verfügten, können sie sich auf einen harten Preiswettbewerb einlassen.