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SBS will weitere Entlassungen vermeiden

01.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die IT-Dienstleistungssparte des Siemens-Konzerns, Siemens Business Services(SBS) plant trotz teilweise starker Überkapazitäten keine weiteren Entlassungen. Laut SBS-Chef Paul Stodden will das Unternehmen mit der Reduzierung der Wochenarbeitszeit und der Streichung von Urlaubstagen gegensteuern. Außerdem werden befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Dem "Handelsblatt" sagte Stodden, er hoffe darüber hinaus bei insgesamt 34.000 Mitarbeitern auf die natürliche Fluktuation von drei bis vier Prozent. SBS hat bereits 2.000 Stellen gestrichen.

Der IT-Dienstleister will dennoch an seinem Ziel festhalten, bis 2004 Gewinne zu schreiben. Im laufenden Quartal liegt SBS eigenen Angaben zufolge "operativ ganz gut". Profite verspreche derzeit der Bereich Outsourcing und die Nachfrage der öffentlichen Hand. Allerdings schrumpfe das Geschäft mit IT-Lösungen, E-Business sei momentan "tot".

Darüber hinaus meldete SBS den Wechsel von Jürgen Frischmuth in den Bereichsvorstand. Frischmuth, bislang Leiter von SBS Deutschland, folgt damit Winfried Büttner nach, der seinerseits zur Siemens-Zentralabteilung Corporate Technology wechselt. Neuer Leiter des SBS-Deutschland-Geschäfts wird Rudi Beinhauer. (rg)