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SAP Lizenzen

SAP modernisiert Preisgestaltung

23.06.2017
SAP vollzieht einen Schwenk in seiner Preis- und Lizenzpolitik. Hielt sich der Konzern bislang mit Informationen zu den Hintergründen seiner Preisgestaltung zurück, soll diese jetzt modernisiert und die Kommunikation darüber transparenter werden. In einem ersten Schritt wird der indirekte Zugriff auf SAP-Systeme neu geregelt.

Die erste Neuerung bei der Umgestaltung der SAP Preis- und Lizenzstrukturen betrifft den wichtigen Bereich des so genannten indirekten Zugriffs, also der Anwendung von SAP-Systemen über Software eines Drittanbieters oder über eine Individuallösung.

  • SAP geht davon aus, dass zirka 80 Prozent der ERP-Kunden von Anpassungen in den Bereichen Beschaffungsprozess (Procure-to-Pay), Auftragsabwicklung (Order-to-Cash) und indirekter statischer Lesezugriff profitieren würden.

  • Daher soll das ERP-Preismodell für die Szenarien Beschaffungsprozess und Auftragsabwicklung künftig auf Aufträgen basieren, die für jedes Unternehmen ein messbares Ergebnis darstellen.

  • Der indirekte statische Lesezugriff ist ab sofort in der zugrundeliegenden Softwarelizenz enthalten und somit kostenlos, wenn ein Kunde ansonsten über entsprechende Lizenzen verfügt.

  • Firmen, die über alle erforderlichen SAP-Lizenzen verfügen, müssen im Zuge der Umgestaltung nichts weiter tun.

  • Im Zweifel sollten Kunden sich an ihren SAP-Ansprechpartner wenden und offene Lizenzfragen klären. SAP will Kunden dazu aber auch proaktiv ansprechen.

  • Bislang sind mit der Umgestaltung noch nicht alle Szenarien für den indirekten Zugriff - wie unterschiedliche Geräte, IoT und Kooperationsnetzwerke - abgedeckt. SAP verspricht aber, weitere Schritte in diese Richtung zu unternehmen.

Erfahren Sie mehr zum neuen SAP-Preismodell für den Bereich der indirekten Nutzung im ausführlichen Beitrag im SAP News Center.