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Samsung wird DRAM-Lieferant für Nokia

17.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der koreanische Konzern Samsung Electronics wird den finnischen Handy-Weltmarktführer Nokia mit DRAM-Speicher für dessen Mobiltelefone beliefern. Eine entsprechende Vereinbarung gaben beide Unternehmen jetzt bekannt. Dies ist der erste entsprechende Auftrag für die Koreaner. Bei den bestellten Chips handelt es sich um spezielle Mobilausführungen. Diese sind mit rund acht Dollar pro 64-Mbit-Modul rund zehn mal so teuer wie PC-Arbeitsspeicher mit gleicher Technik.

Bislang kam in Handys fast ausschließlich SRAM-Speicher (Static Random Access Memory) zum Einsatz. DRAMs (Dynamic Random Access Memory) sind zwar weniger leistungsfähig, bieten aber höhere Kapazität zu niedrigeren Preisen. Es wird daher erwartet, dass andere Handy-Anbieter dem Beispiel Nokias folgen. Samsung erklärte, es stehe bereits in Verhandlungen mit Motorola und Siemens und wolle die Speichermodule - eine 128-Mbit-Ausführung soll in Kürze erscheinen - auch in eigenen Geräten verbauen.