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Samsung und Hynix schrauben DRAM-Preise höher

18.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen haben die südkoreanischen Firmen Samsung und Hynix die Preise für Speicherchips erhöht. Der weltweit größte DRAM-Hersteller Samsung, der seine DRAM-Prozessoren (Dynamic Random-Access Memory) bereits im November verteuert hatte, hob den Preis nun noch einmal um zehn bis 15 Prozent. Für Chips von Hynix, der Nummer drei auf dem Speicherchipmarkt, müssen Großkunden zirka 20 Prozent mehr berappen. Anfang Dezember hatte der Anbieter die Preise schon einmal um 20 Prozent erhöht. Von Micron Technology, der Nummer zwei unter den DRAM-Herstellern, gibt es bislang keine Reaktion auf die Preissteigungen der Wettbewerber.

Einige Analysten sehen die Erhöhungen als ein Indiz dafür, dass der ruinöse Konkurrenzkampf in diesem Markt zu Ende geht. Andere wiederum warnen, dass die Preissteigerungen kein Anzeichen dafür seien, dass die Nachfrage steige. Trotz der neuen Preise, die nun 1,50 bis rund zwei Dollar je Prozessor betragen, sind die Herstellungskosten der Chips noch immer deutlich höher. Die Gewinnschwelle liegt nach Ansicht der Analysten bei rund 3,50 Dollar je DRAM-Chip. (ka)