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Samsung profitiert von steigenden Chippreisen

19.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der koreanische Elektronikkonzern Samsung konnte im ersten Quartal 2002 seinen Nettogewinn um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis auf umgerechnet rund 1,63 Milliarden Euro steigern. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Als Ursache für das gute Ergebnis sieht der Unternehmensvorstand den Preisanstieg für Halbleiterprodukte sowie die stärker als erwartete Nachfrage nach neuen Mobiltelefonen mit Farb-Display. Die Prognosen der Analysten, die von maximal 1,3 Milliarden Euro Gewinn ausgingen, wurden damit weit übertroffen.

Allein die Einnahmen der Telekommunikationsabteilung, die fast ausschließlich Handys herstellt, stiegen gegenüber den Ergebnissen aus dem Jahr 2001 um 56 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Der Gewinn dieses Unternehmensbereichs hat sich auf 690 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Im Geschäft mit Halbleitern und TFT-Displays, wuchsen die Einnahmen um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 2,54 Milliarden Euro. In diesem Bereich konnte dank der stark gestiegenen Preise für Speicherbausteine wieder ein Gewinn erzielt werden. Seit dem dritten Quartal 2001 hatte Samsung hier rote Zahlen geschrieben. (rs)