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Samsung nimmt das Symbian OS in Lizenz

22.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit Samsung Electronics hat sich ein weiterer führender Handyhersteller entschieden, das Betriebssystem von Symbian in seinen 2,5- und 3G-Mobiltelefonen einzusetzen. Außerdem wollen die Koreaner auch Nokias "Series-60"-Referenz-Design für die Benutzeroberfläche und andere Services ihrer Geräte nutzen.

Symbian, ein Joint Venture von Nokia, Sony Ericsson, Motorola, Panasonic, Siemens und Psion (auf dessen Handheld-Betriebssystem "Epoc" Symbians OS basiert), hat damit die weltweit größten Hersteller für sich gewonnen (Samsung ist derzeit die globale Nummer drei) - immer schlechtere Karten hat damit Microsoft, das seine Betriebssystemplattform "Smartphone 2002" in den Markt drücken will. Samsung hat als einziger Symbian-Kunde das Redmonder OS übrigens ebenfalls in Lizenz genommen und will im ersten Quartal 2003 ein entsprechendes Gerät vorstellen - für Symbian-Hardware nannte das Unternehmen noch keinen Termin.

Der französische Mobilfunkanbieter Orange hat übrigens heute sein erstes Microsoft-basiertes Handy vorgestellt. Das Gerät kommt in zwei Wochen zunächst in Großbritannien auf den Markt, anschließend dann in Frankreich, der Schweiz und Dänemark und weiteren Ländern. Das von High Tech Computer in Taiwan gefertigte Gerät ist dank Triband international einsetzbar und ermöglicht unter anderem auch den E-Mail-Abruf über POP3. (tc)