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Samsung: Gute Zahlen, doch die Marge sinkt

16.07.2004

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung verzeichnete im zweiten Quartal 2004 einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung. Wie das Unternehmen aus Seoul bekannt gab, stieg der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahresquartal um 177 Prozent auf 3,13 Billionen Won (rund 2,2 Milliarden Dollar). Die Einnahmen kletterten dank einer starken Nachfrage nach Speicherchips, Flachbildschirmen und Mobiltelefonen um 52 Prozent auf 14,98 Billionen Won (zirka 10,5 Milliarden Euro). Die Chiperlöse erreichten dabei mit 4,58 Billionen Won (etwa 3,2 Milliarden Euro) einen neuen Höchststand. Gleichzeitig setzte Samsung im abgelaufenen Quartal eine Rekordmenge von 22,7 Millionen Handys ab.

Ein Vergleich mit dem vorangegangenen ersten Quartal des Jahres deutet jedoch auf leichte Probleme bei dem Elektronikriesen hin. So verkaufte Samsung in den ersten drei Monaten des Jahres zwar "nur" 20,1 Millionen Mobiltelefone, die operative Marge der Sparte betrug jedoch 26 Prozent. Im aktuellen Berichtszeitraum musste sich der Konzern wegen des anziehenden Preiskampfs mit einer Rendite von 16 Prozent zufrieden geben. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich im Segment Flachbildsschirme ab, wo Marktbeobachter mit einem Preisrückgang von bis zu 25 Prozent bis zum Jahresende rechnen. Samsung selbst verspürte im Berichtszeitraum bereits einen leichten Nachfragerückgang nach LCD-Displays. Ein drastisches Absinken der Preise, auf das die Kunden offenbar warten, sieht das Unternehmen trotz allerdings nicht.

Der sinkenden Marge im Handy-Segment wollen die Südkoreaner im laufenden dritten Quartal mit dem Verkauf von mehr Geräten der oberen Preisklasse begegnen. Außerdem erhofft sich Samsung einen Nachfrageschub durch den Start neuer Handy-Modelle. Im Gesamtjahr 2004 rechnet der weltweit drittgrößte Handy-Hersteller nun mit insgesamt 86 Millionen verkauften Mobiltelefonen, nach 65 Millionen Stück im Jahr zuvor. (mb)