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RSA gießt Authentifizierung in Hardware

10.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der RSA Conference 2005 in der kommenden Woche wird der Ausrichter RSA Security ankündigen, dass er seinen Authentifizierungs-Server erstmals auch als Hardware-Appliance anbietet. 20 Jahre lang gab es die Lösung, die Nutzer mit dynamisch Passwörter generierenden "SecurID"-Token fürs Firmennetz freischaltet, nur in Softwareform. Ab März gibt es nur für kleine und mittlere Anwenderfirmen das "RSA SecurID Appliance".

Das Gerät soll laut Senior Product Manager Gary Wood den Einsatz der Zwei-Faktoren-Authentifizierung vereinfachen, weil Systemverwalter damit nicht mehr die RSA-Software auf anderweitig gekaufter Hardware speziell konfigurieren müssen. "Mit der Web-basierenden Benutzerschnittstelle sollten Kunden das System in einer Viertelstunde aufsetzen können", versprach Wood und ergänzte, RSA werde künftig vielleicht auch andere Produkte in Appliance-Form anbieten.

Das SecurID Appliance arbeitet mit einem Celeron-Prozessor und 512 MB Hauptspeicher, läuft unter Windows Server 2003 und verwendet Version 6.0 des "RSA Authentication Manager". Konzipiert ist es für Firmen bis 1000 Mitarbeiter und wird zusammen mit Tokens im Paket verkauft. Eine Grundausstattung mit zehn Tokens soll um die 4000 Dollar kosten, ein Bundle mit 250 Tokens schlägt mit 37.500 Dollar zu Buche.

RSA gibt an, dass derzeit 17.000 Unternehmen Anwender über einen SecurID-Server authentifizieren und schätzt, dass seit Einführung der Technik etwa 20 Millionen Tokens ausgeliefert wurden. (tc)