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RSA Conference Europe: Online-Gefahren führen zu Kaufzurückhaltung

18.10.2005

WIEN (COMPUTERWOCHE) - Einer Studie der Momentum Research Group zufolge sind drohende Gefahren im Internet Schuld daran, dass Verbraucher im September online weniger ausgegeben haben. Bei einer Befragung gaben Privatpersonen in den USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich an, im September durchschnittlich für 153 Euro über das Internet eingekauft zu haben. Spitzenreiter hierbei sind die Briten, die Waren im Gesamtwert von 231 Euro erstanden. In den USA liegt die durchschnittliche Kaufsumme mit 129 Euro deutlich niedriger - was die Experten auf das höhere Bewusstsein im Hinblick auf Gefahren wie Phishing und den Diebstahl digitaler Identitäten zurückführen. Dieses Problem kennen laut Untersuchung neun von zehn Surfern in den USA. In Deutschland und Frankreich weiß rund ein Drittel der Anwender jedoch nichts von der Gefahr.

Die Bedrohungen könnten auch dafür verantwortlich sein, dass in den USA 16 Prozent der Anwender angaben, online weniger Geld ausgegeben zu haben als sonst. In Großbritannien war dies bei 13 Prozent der Verbraucher der Fall. Franzosen (neun Prozent) und Deutsche (sechs Prozent) scheinen das Problem gelassener zu sehen.

Der Studie zufolge sind die Befragten einhellig der Meinung, dass die jeweiligen Anbieter dafür verantwortlich sind, die Daten ihrer Kunden angemessen zu schützen und bei Missbrauch für entstandene Schäden aufzukommen. In Deutschlend herscht den Analysten zufolge anders als in allen anderen Ländern zudem die Meinung vor, dass die Regierung beim Schutz der Bürger vor Online-Betrügern eine Schlüsselrolle zu spielen habe.

Bei der Untersuchung wurden im Auftrag von RSA Security insgesamt 603 Verbraucher in den USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich befragt. Bedingung war, dass sie ein oder mehrere Kundenkonten besitzen, die sie mindestens einmal pro Monat abfragen. Die Studie soll zu einem späteren Zeitpunkt durch eine Befragung von Unternehmen ergänzt werden. (ave)