Motorenwerk gibt Computervision-Angebot den Zuschlag:

Rolls-Royce fährt Mother Blue davon

20.02.1987

LONDON (CWN) - Ihren berühmtesten britischen Renommierkunden kann Mother Blue jetzt von der Liste streichen. Die Flugzeugmotorenabteilung der Edelauto-Schmiede Rolls-Royce vergab einen Auftrag im Wert von 25 Millionen Pfund nicht an die IBM, sondern an den ebenfalls amerikanischen Mitbewerber Computervision.

Der Fünfjahresvertrag über die Lieferung von CAD/CAM-Equipment gehört zu den größten DV-Bestellungen in der Firmengeschichte des bisher linientreuen IBM-Großkunden Rolls-Royce. Computervision wird RR im ersten Jahr der Zusammenarbeit mit Hard- und Software für fünf Millionen Pfund beliefern. Die betroffene IBM UK Ltd. liegt laut Financial Times mit ihrem Geschäftsergebnis für 1986 im weltweiten negativen Trend. Die Vor-Steuer-Gewinne sanken danach um 100 auf 421 Millionen Pfund. Davon verblieben nach dem Zugriff des Fiskus 262 Millionen Pfund, 15 Prozent weniger als 1985. Der Umsatz stagnierte auf dem Niveau von 3,08 (gegenüber 3,04) Milliarden Pfund. Wie auch in den anderen Ländern üblich, schickt die englische Filiale Mitarbeiter ihrer nicht mehr ausgelasteten Betriebe in Pension. 200 von 18 800 Beschäftigten sollen bis April in den vorgezogenen Ruhestand abtreten.