Performance-Monitoring für digitale Transformation

Riverbed erleichtert Cloud- und Container-Nutzung

15.11.2017
Von 
Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei der IDG Business Media GmbH tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-, Storage- und Netzwerk-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
Damit das digitale Business rund um die Uhr reibungslos funktioniert, müssen komplexe IT-Infrastrukturen ob On-Premise, in der Cloud, als virtuelle Systeme sowie in IoT- oder Container-Umgebungen ständig überwacht werden. Riverbed will mit SteelCentral einen ganzheitlichen Blick auf das IT-Netzwerk ermöglichen, um Netzwerkausfälle oder Performanceengpässe zu vermeiden.

Riverbed rüstet sich für das rasant wachsende digitale Business. So hat der Spezialist für Application- Performance Infrastructure-Lösungen letztes Jahr den Unternehmen Aternity gekauft und in seine SteelCentral-Plattform integriert. Damit ist ein holistischer Blick auf die Performance der einzelnen Anwendungen inklusive Cloud- / SaaS-Anwendungen in einem Netzwerk und des damit verbundenen Nutzererlebnisses möglich. So können Netzwerkengpässe beziehungsweise Probleme schneller erkannt und beseitigt werden.

Im April 2017 folgte dann der Wireless-Spezialist Xirrus. Mit der strategischen Akquisition erweiterte Riverbed seine Orchestrierungsplattform SteelCentral, um jetzt auf Netzwerkinfrastrukturen über alle Quellen hinweg inklusive WLAN zugreifen zu können. Besonders in Hinblick auf zukünftige IoT-Anwendungsszenarien ist der Kauf interessant, da immer mehr Sensordaten auch WLAN-Technologie zur Datenübermittelung nutzen.

Gerade im digitalen Business wie etwa im E-Commerce-Bereich sind lange Reaktionszeiten einer Webseite nicht akzeptabel, da sie oft unmittelbar zu einem Abbruch einer geplanten Kaufentscheidung führt. Die häufigsten Ursachen sind dabei Netzwerkprobleme. Die User Experience korreliert damit direkt mit Latenz- oder Bandbreitenproblemen des Netzwerkes, das diesen Service dann nur unzureichend mit Daten versorgt. Mit einer neuen Version der Management Plattform Steel Central mit Aternity-Integration will der SD-WAN-Spezialist solche "Ausfällen" vorhindern.

Laut einer Riverbed Studie können Unternehmen ihre digitale Strategie erst mit einem Next-Gen-Netzwerk ausschöpfen.
Laut einer Riverbed Studie können Unternehmen ihre digitale Strategie erst mit einem Next-Gen-Netzwerk ausschöpfen.
Foto: Riverbed

Einheitliche Benutzerschnittstelle

So bietet die neue Version der Digital Experience Management Plattform SteelCentral einen einheitlichen Monitoring-Workflow sowohl bei der Benutzererfahrung als auch bei der Netzwerk-Performance an. Werden zum Beispiel Performance-Probleme festgestellt, können SteelCentral-Anwender den Status von Geräten, Anwendungen und Netzwerken oder sogar die gesamte Infrastruktur zentral von einer Konsole aus analysieren. Auf Basis dieser Informationen lassen sich dann mögliche Lösungen erarbeiten.

Die Benutzerschnittstelle für das Performance-Monitoring ist das Performance Command Center (PCC), das als modularer Service zur Verfügung steht und Performance-Domains wie Endnutzer, Netzwerk, Anwendungen sowie Infrastruktur von SteelCentral adressiert. Die Management-Plattform stellt Funktionen bereit, mit denen Anwender PCC sowohl on-premise als auch als Cloud-Service bei AWS oder Azure betreiben können. Zudem lässt sich dieser Service flexibel handhaben, indem dieser zu einem Kunden oder Service-Provider verschieben lässt und dann von Riverbed oder Managed-as-a-Service verwaltet werden kann.

Integriertes Container-Monitoring

Mit SteelCentral Release hat Riverbed neu das Container-Monitoring in seine Management-Plattform integriert. So ist es jetzt möglich, die Container-Performance beziehungsweise Anwendung zu überwachen und zu managen ohne das Container-Image zu modifizieren. Das funktioniert auch in einer Orchestrierungsumgebung wie Kubernetes oder Swarm. Zusätzlich lassen sich Log-Informationen mit den Performancedaten synchronisieren, um bei Problemen schnell die Fehlerursache zu finden und diese dann zu beheben. Darüber hinaus hat Riverbed den Funktionsumfang seiner Lösung deutlich erweitert, in dem es mehr Netzwerkinformationen sammelt sowie die Flow-Kapazität verdoppelt hat.