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Ricardo.de bietet Online-Marktplatz - zunächst gratis

17.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die deutsche Auktionsseite Ricardo.de hat mit dem Konkurrenten Ebay.de gleichgezogen und bietet ab sofort ebenfalls eine Business-to-Business-Plattform im Internet. Unter der Adresse Ricardobiz.com finden interessierte Unternehmen bislang neun Handelsplätze: Hilfs- und Betriebsstoffe, Restposten, industrielle Überbestände, Textil, EDV, KFZ, Elektro, Industrie und Sonstiges. Firmen können hier eigene Materialien verkaufen oder von anderen Anbietern Waren erstehen. Die gängigen Handelsformen sind traditionelle und umgekehrte Auktionen, Tauschgeschäfte, Fixpreise und Mischformen. Für die ersten sechs Wochen ist dieses Angebot kostenlos, danach soll eine Gebühr erhoben werden, deren Höhe noch nicht bekannt gegeben wurde. Über 1000 Firmen haben sich dem Online-Auktionshaus zufolge bereits vor dem Start des

Services angemeldet. Ebay.de hatte bereits im November 1999 mit seinem Service Ebay Pro einen ähnlichen Marktplatz eingeführt. Pro Transaktion verlangt der Auktionator 1,5 bis drei Prozent Kommission (CW Infonet berichtete).

Ricardo.de hat für die neue Handelsplattform eine Reihe von Partnerschaften geschlossen. Das Unternehmen hat sich zu 27,3 Prozent an der Münchner Startup-Company Allocation Network beteiligt, die sich auf den Online-Handel mit überschüssigen Lagerbeständen spezialisiert hat (CW Infonet berichtete). Des weiteren bestehen Abkommen mit DCI (Telekommunikation und Informationstechnologie), Schneider (Büro- und Werbeartikel), P&WS (Tchibo-Sonderposten) und Meatclub (Fleischgroßhandel). Kompass stellt seine mit über zwei Millionen Einträgen ausgestattete Datenbank für Produktinformationen zur Verfügung, und die Online-Publikation "Handelsblatt interaktiv" liefert stündlich aktualisierte Wirtschaftsinformationen. Die tiscon AG Infosystems koordiniert die Abwicklung von Angebot

und Nachfrage. Die technische Plattform wurde von der Sinner-Schrader AG entwickelt.