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RIAA: Provider sollen Daten von privaten Tauschbörsennutzern herausgeben

18.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Kampf gegen private Musikpiraten schlägt der Dachverband der US-amerikanischen Musikindustrie RIAA (Record Industry Association of America) nun eine härter Tonart an. Medienberichten zufolge begann die RIAA am Donnerstag in den USA damit, von Internet-Service-Provider (ISPs) die Herausgabe von Namen und Adressen von besonders eifrigen Peer-to-Peer-Kunden zu verlangen. Der Verband will die Daten sammeln und anschließend Schadenersatz- sowie Unterlassungsklagen gegen einige hundert Nutzer anstrengen, die eine "beträchtliche" Anzahl Titel über Peer-to-peer-Services anbieten. Um die restliche Fileswapper-Gemeinde abzuschrecken, sollen sie auf mehrere zehntausend Dollar Schadensersatz verklagt werden.

Als Reaktion planen nun diverse Online-Tauschbörsen, Technologien zur Verschleierung der persönlichen Daten ihrer Nutzer einzuführen. Eine andere Möglichkeit, sich gegen Strafandrohungen der Musikindustrie zu schützen, sind Anonymisierungsdienste. US-Privacy-Experten rechnen jedoch damit, dass die Musikindustrie schon bald auch solche Dienste aufs Korn nehmen wird (Computerwoche online berichtete).(mb)