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RIAA demonstriert Offenheit

20.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Plattenindustrieverband RIAA (Recording Industry Association of America) erteilt dem Online-Radiosender Kickworks die offizielle Genehmigung zum Senden von Songs seiner Mitglieder. Das amerikanische Start-up zahlt dafür Lizenzgebühren. Eigenen Angaben zufolge neu daran: Die Hörer dürfen die Titel sogar in eigenen Sendungen weiter verbreiten.

Die RIAA will damit erneut unter Beweis stellen, dass sie ihr Musikangebot Drittanbietern durchaus öffnet. Auch habe man erkannt, "dass Musik inzwischen auf verschiedenen Wegen zum Hörer kommt", meint Nielsen-Analyst Jarvis Mak. Abkommen zur Nutzung des RIAA-Katalogs hat die amerikanische Plattenindustrie bereits mit Yahoo und Musicmusicmusic abgeschlossen.

Kickworks will Ende des Jahres an den Start gehen. Der Service, der kostenlos sein soll, offeriert dann Software zum Download, mit der sich eigene Radiosendungen gestalten und weiter verbreiten lassen. Kickworks will sich über Werbung zwischen den Titel finanzieren. Außerdem sollen Website-Betreiber, die die Technik nutzen, Lizenzgebühren dafür zahlen.