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Red-Hat-Manager fordert quelloffenes Java

27.09.2004

Die Diskussion um eine Offenlegung der Programmiersprache Java ist erneut in Gang gekommen. Red-Hat-Manager Michael Tiemann nannte die Idee, den Quellcode freizugeben, "fantastisch". Zugleich forderte er Suns Chief Operating Officer Jonathan Schwartz auf, endlich sein Versprechen einzulösen, das er der Open-Source-Community gegeben habe. Tiemann bezog sich auf Aussagen von Schwartz, denen zufolge Sun der Open-Source-Gemeinde nahe stehe und diese schützen und unterstützen werde.

Die Debatte um das Für und Wider der Offenlegung von Java geht auf den Open-Source-Aktivisten Eric Raymond zurück. Dieser hatte Sun-Chef Scott McNealy Anfang 2004 in einem offenen Brief aufgefordert, Java der Community zu übergeben. Sun-Konkurrent IBM schloss sich der Forderung an. Nur mit Hilfe der Open-Source-Gemeinde könne Sun der Herausforderung Microsofts mit der .NET-Architektur wirksam begegnen, argumentieren die Befürworter. Sun hingegen äußerte stets Befürchtungen, ein offen gelegter Quellcode könne zu verschiedenen untereinander inkompatiblen Entwicklungen führen. (wh)