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Red Hat integriert Unternehmenssoftware

23.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit der Initiative "Red Hat Open Source Architecture" will Red Hat einen quelloffenen Applikations-Server- und System-Management-Software zur Verfügung stellen, die sich nahtlos mit dem hauseigenen "Enterprise Linux" integrieren lässt. In einem ersten Schritt will der Anbieter im Oktober Enterprise Linux in der Version 3 auf den Markt bringen. Das Betriebssystem soll Schnittstellen für die Applikationen bieten. Erweitert wird außerdem die Plattform-Unterstützung. Demnach wird das System künftig neben einer Version für Intel-Prozessoren auch in Varianten für zSeries-Mainframes sowie für PowerPC-basierende Server der iSeries und pSeries von IBM angeboten. Geplant ist außerdem eine Edition für AMDs 64-Bit-CPU "Opteron".

Laut Brian Stevens, Vice President der Betriebssystementwicklung bei Red Hat, ist das Ziel der Initiative, der Open-Source-Community die Marschrichtung für die Entwicklung von Komponenten für die Unternehmensinfrastruktur vorzugeben. Der Hersteller will dadurch helfen, Inkompatibilitäten zwischen Linux-Komponenten zu vermeiden. Der quelloffene Applikations-Server habe nicht den Funktionsumfang der Produkte von Bea oder IBM, räumte Red Hat ein. Strategie sei es aber, Kunden eine durchgängig quelloffene Alternative zu proprietären Systemen zu bieten.

Anfang 2004 soll als erstes Add-on zu Enterprise Linux 3 eine Clustering-Lösung erscheinen, die Load-Balancing, Ausfallsicherung und Speicher-Management für 16 Knoten bietet. Voraussichtlich im Frühjahr 2004 kommt der Applikations-Server auf den Markt, der auf dem Open-Source-Projekt "JOnAS" des ObjectWeb-Konsortiums basiert, das zurzeit für die Java-Zertifizierung getestet wird (Computerwoche online berichtete). (lex)