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Realtech leidet unter Umsatzschwund

22.04.2004

Die Realtech AG verbuchte im ersten Quartal 2004 - wie erwartet - einen deutlichen Umsatzrückgang, konnte die Ausfälle auf der Ergebnisseite aber in Grenzen halten. Wie der Walldorfer SAP-Dienstleister bekannt gab, sanken die Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um zwölf Prozent auf 11,9 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) reduzierte sich von 600.000 auf 100.000 Euro. Unter dem Strich weitete Realtech seinen Nettoverlust von 400.000 auf 500.000 Euro oder elf Cent pro Aktie aus.

Grund für das schwache Abschneiden waren offensichtlich die "besonderen Vorkommnisse" bei der italienischen Landesgesellschaft Realtech Italia. Wie Finanzvorstand Michael Knopp Ende März mitgeteilt hatte, hat dort eine Vielzahl von hochkarätigen Mitarbeitern das Unternehmen sehr kurzfristig verlassen und Kunden mitgenommen. Knopp warnte damals davor, dass die "unschöne Situation" bei der - mit einem Umsatzanteil von 40 Prozent - wichtigsten Realtech-Tochter im laufenden Jahr konzernweit zu einem Einnahmenrückgang um zehn bis 15 Prozent gegenüber 2003 führen werde. Gleichzeitig rechnet der IT-Dienstleister für 2004 nun lediglich mit einem ausgeglichenen Betriebsergebnis und einem erneuten Nettoverlust (Computerwoche.de berichtete). (mb)