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Real Networks verliert Marktanteile

31.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Geschäftsergebnisse von Real Networks, Hersteller von Media-Streaming-Software, wurden den etwas reduzierten Erwartungen der Analysten im vierten Quartal gerecht. Die Prognosen für Umsatz und Gewinn im laufenden Geschäftsjahr schraubt das Unternehmen allerdings zurück: Man hofft, in 2001 zwischen 240 und 260 Millionen umzusetzen. Der ursprüngliche Plan sah einen Umsatz von knapp 300 Millionen Dollar vor.

"Längere Verkaufszyklen und eine schwache Nachfrage bei Werbung werden sich auf unsere Bilanzen auswirken", erklärte Paul Bialek, Finanzchef bei Real Networks. Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete die Softwarefirma einen Gewinn von 3,9 Millionen Dollar oder zwei Cents pro Aktie. Der Umsatz kletterte auf 58,2 Millionen Dollar. Das Geschäftsjahr 2000 schloss Real mit einem Gewinn von 30,9 Millionen Dollar bei einem Umsatz von 241,5 Millionen Dollar ab.

Bei der gegenwärtigen Wirtschaftslage sei man vorsichtiger geworden: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 erwarte man Umsätze zwischen 50 und 52 Millionen Dollar. Analysten gingen noch von 60 Millionen Dollar aus. Laut den Marktforschern von Jupiter Media Metrix hat der Real Player in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres zehn Prozent Marktanteil verloren - Microsofts Windows Media Player habe dagegen um 30 Prozent zugelegt.