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Real Networks verfehlt Erwartungen

18.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Multimedia-Spezialist Real Networks hat im zweiten Fiskalquartal 2001 einen Gewinn von 2,4 Millionen Dollar oder einem Cent pro Aktie erwirtschaftet. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Profit des Unternehmens noch bei 10,6 Millionen Dollar oder sechs Cent je Anteilschein. Inklusive einmaliger Aufwendungen ergab sich ein Verlust von 19,2 Millionen Dollar (Vorjahr: 27,2 Millionen Dollar). Der Umsatz im zweiten Quartal ging im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 47,9 Millionen Dollar zurück. Damit liegen die Zahlen unter den Erwartungen der Analysten, die Real Networks einen Umsatz von 51,5 Millionen Dollar sowie einen Gewinn von zwei Cent pro Aktie vorausgesagt hatten. Das Unternehmen begründete das Ergebnis mit der derzeit schwachen Nachfrage nach Internet-Software und Online-Werbung. Auch für das laufende Quartal erwartet die Firma keine Besserung. Nach Angaben von Real-Networks-CEO Rob

Glaser werden die Umsätze um weitere fünf Prozent oder "um eine paar Punkte mehr" zurückgehen.

Wie weiter bekannt wurde, ist Paul Bialek von seinem Amt als Chief Financial Officer (CFO) aus privaten Gründen zurückgetreten. Er wird jedoch Real Networks weiterhin in einer beratenden Funktion zur Verfügung stehen. Bialek bleibt Finanzchef des Unternehmens bis ein Nachfolger gefunden ist.