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Real Networks senkt Nettoverlust

29.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dank kräftigen Umsatzwachstums konnte der Streaming-Media-Anbieter Real Networks im dritten Quartal 2003 seinen Nettoverlust gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich reduzieren: Das Unternehmen aus Seattle, Washington, verbuchte in den Monaten Juli, August und September einen Fehlbetrag von 3,7 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie. Im Vergleichsquartal 2002 hatte Real Networks noch ein Nettominus von 35,4 Millionen Dollar beziehungsweise 22 Cent je Anteil ausgewiesen. Damals hatten allerdings Restrukturierungskosten in Höhe von 20,7 Millionen Dollar das Ergebnis belastet.

Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 51,8 Millionen Dollar. Während dabei das Lizenzgeschäft mit 15,4 Millionen Dollar stagnierte, legte der Serviceumsatz einschließlich Werbeerlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 36,4 Millionen Dollar zu. Real Networks profitierte dabei von der steigenden Nachfrage nach zahlungspflichtigen Streaming-Media-Inhalten, wie das Internet-Radio RealOne oder den kürzlich erworbenen Musik-Download-Dienst Rhapsody/Listen.com: Die entsprechenden Aboerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vergleichsquartal 2002 um 30 Prozent auf 27,9 Millionen Dollar.

Im laufenden vierten Quartal rechnet die Company mit Einnahmen zwischen 52 und 56 Millionen Dollar. Wegen gestiegener Betriebskosten durch die Übernahme von Listen.com und einer neuen Werbekampagne im Musikbereich erwartet Real Networks jedoch einem Nettoverlust von einem bis vier Cent pro Aktie. (mb)