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Real Networks kehrt in die Gewinnzone zurück

17.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz rückläufiger Quartalseinnahmen meldet Real Networks knapp über eine Million Dollar Profit für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2002. Der Umsatz belief sich auf 47,3 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stand den Einnahmen von 50,4 Millionen Dollar noch ein Minus von über 24 Millionen Dollar gegenüber. Das letzte Mal, das der Anbieter von Video- und Audio-Software für das Internet einen Gewinn ausweisen konnte, war im vierten Quartal 1999. Danach rutschte Real Networks wegen einer Serie von Übernahmen in die Verlustzone.

Während die Einnahmen aus dem Lizenzgeschäft mit der Software RealOne gegenüber dem Vorjahresquartal von 29,6 Millionen auf 24,2 Millionen Dollar sank, stieg der Umsatz des Service-Segments von 15,3 Millionen auf 21,4 Millionen Dollar. Real Networks bietet seinen Kunden News aus den Bereichen Sport, Nachrichten und Unterhaltung an. Im Vergleich zum vorhergehenden Quartal wuchs die Zahl der Abonnenten um 20 Prozent auf 600.000.

Einen heftigen Einbruch verzeichnete die Company hingegen mit ihren Werbeeinnahmen. Von Januar bis März 2002 schrumpfte der Umsatz von 5,5 Millionen Dollar im ersten Quartal 2001 auf 1,6 Millionen Dollar.

Ungeachtet des Umsatzrückgangs, der in erster Linie auf die Schwäche im TK-Markt zurückzuführen sei, bezeichnete Finanzvorstand Brain Turner die momentane Lage als weniger dramatisch als noch im vergangenen Jahr. Klare Aussagen für das gesamte Geschäftsjahr wollte das Unternehmen dennoch nicht abgeben, Realnetworks-CEO Rob Glaser sagte lediglich, dass er an den im Januar abgegebenen Aussagen festhalte. Damals hieß es, es sei mit einem "leichten bis moderaten" Wachstum in der ersten und einem stärkeren Anstieg in der zweiten Hälfte des Jahres zu rechnen. (rs)