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Real Networks erreicht Gewinnzone

06.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Streaming-Spezialist Real Networks ist dank der starken Nachfrage nach seinen Download-Diensten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das Unternehmen aus Seattle, Washington, erzielte im ersten Quartal 2005 einen Nettogewinn von 814.000 Dollar oder einem halben Cent pro Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Real Networks noch einen Verlust von 10,4 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Anteil verbucht. Ohne die im Zuge eines Rechtsstreits mit Microsoft angefallenen Kosten von 3,7 Millionen Dollar hätte die Company nach eigenen Angaben sogar einen Gewinn von 4,6 Millionen Dollar oder zwei Cent je Anteil erzielt. Real Networks hatte den Softwareriesen Ende 2003 verklagt, da sich das Unternehmen durch die Kopplung des "Windows Media Player" mit dem Windows-Betriebssystem benachteiligt sah.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 76,6 Millionen Dollar. Real profitierte dabei insbesondere von der steigenden Benutzerzahl seines Musik-Download-Services Rhapsody. Die Einnahmen in diesem Bereich kletterten gegenüber dem Vorjahresquartal um 86 Prozent auf 22,2 Millionen Dollar. Die Erlöse mit Online-Games (RealArcade) stiegen gleichzeitig um 80 Prozent auf 12,2 Millionen Dollar. (mb)