Karriere machen, aber richtig!

Raus aus der Komfortzone!

21.02.2013
Von 
Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting sowie Social Media im Berufsleben.

Selbst aktiv werden

Auch Carola T. engagierte sich stark in ihrem Job und arbeitete erfolgreich als Account-Managerin in einem großen Verlag. Ein hohes Gehalt, Dienstwagen, Bonifikationen - sie hatte alles erreicht. Als eine Umstrukturierung anstand, hoffte sie auf eine Beförderung zur Teamleiterin. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass das Unternehmen hierfür interne Weiterbildungen forderte, die sie nicht absolviert hatte.

Im Einzelcoaching wurde ihr danach klar, dass es für sie alternative Wege gab und dass es wenig Sinn hatte, den einmal eingeschlagenen Pfad weiterzugehen.

Frühe Erfahrungen nutzen

"Sie wurde aktiv und entwickelte ihr Profil dahingehend, dass ihre kommunikativen Fähigkeiten und ihre Konfliktlösungskompetenzen eine größere Rolle spielten. Aus ihrer früheren Berufserfahrung als Sozialarbeiterin wusste sie, dass nur Eigenengagement hilft. Das hatte sie selbst ihren Klienten immer wieder empfohlen", resümiert Karriere-Coach Wagner. "Hier ist ein Blick von außen hilfreich, Coaching ist Hilfe zur Selbsthilfe, oft wissen die Betroffenen selbst, wie sie Lösungen finden können, es fehlt ihnen aber der Impuls, die Motivation und der Austausch mit einer neutralen Person."

Klare Vorstellungen

Auch Carola T. hatte klare Vorstellungen, wie ihr beruflicher Weg weiter verlaufen könnte: Sie sah sich eher als Trainerin, in der Beratung oder der Personalentwicklung, hier waren ihre Fähigkeiten gefragt. Als sie ihre Kündigung beim Verlag einreichte, verabschiedete man sie mit den Worten: "Wenn Sie sich bei uns in der Personalentwicklung beworben hätten, hätten Sie gute Chancen gehabt, aber auf die Idee muss jemand mit Studium schon selbst kommen." Diese Argumentation überrascht Coach Wagner nicht: Perspektiven für High Potentials oder Leistungsträger werden oft nur dann besprochen und umgesetzt, wenn der Betroffene dies selbst fordert.