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Qwest bekommt US-West, aber nicht Frontier

19.07.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – In dem wochenlangen Gerangel der TK-Anbieter Qwest Communicatons und Global Crossing um zwei Telefongesellschaften (CW-Infonet berichtete) kam es nun zu einem salomonischen Ergebnis: US-West geht für 35 Milliarden Dollar an Qwest und Frontier für 11,1 Milliarden Dollar an Global Crossing. Ursprünglich hatte Global Crossing den Zuschlag für den Kauf beider Telefongesellschaften bereits erhalten, als sich am 13. Juni plötzlich Qwest mit einem feindlichen Übernahmeangebot in die Verhandlungen einmischte. Wegen der deutlich höheren Kaufofferte des Mitbewerbers hatten US-West und Frontier sich noch einmal Bedenkzeit auserboten.

Durch den Merger mit Frontier kann Global Crossing nun ein USA-weites TK-Netz und zirka vier Milliarden Dollar Umsatz sein eigen nennen. Ferner wird das Unternehmen von US-West ungefähr 400 Millionen Dollar Kompensation für die geplatzte Fusion erhalten, die eigentlich schon beschlossene Sache gewesen war. Durch den Erwerb von US-West kann Qwest eine Marktkapitalisierung im Wert von 65 Milliarden Dollar aufweisen, die sich in der Größenordnung von Firmen wie MCI WorldCom und Sprint bewegt.