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Qualcomm übernimmt Snaptrack für eine Milliarde Dollar

27.01.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die auf drahtlose Telekommunikation spezialisierte US-Company Qualcomm will im Rahmen eines Aktiendeals mit einem geschätzten Volumen von einer Milliarde Dollar die Softwareschmiede Snaptrack aus dem kalifornischen San Jose übernehmen. Deren strategisches Produkt ist eine Technik, mit der man - natürlich nur in Notfällen, versteht sich - feststellen kann, wo sich ein Mobiltelefon befindet. Qualcomm will diese mit der hauseigenen Software "GPS One" kombinieren und dann Handies, Pager und andere Mobilgeräte bauen, die sich im Falle eines Falles orten lassen. Die US-Telekommunikationsaufsicht hatte vor einiger Zeit Mobilnetzbetreiber aufgefordert, die nötigen Werkzeuge bereitzustellen, um Handies zu lokalisieren, von denen aus die zentrale Notrufnummer 911 angewählt wurde.

Qualcomm hatte gestern für sein erstes Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Profit von 192 Millionen Dollar oder 25 Cent pro Aktie ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten um einen Cent übertroffen. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen 49 Millionen Dollar oder acht Cent verdient. Allerdings kündigte Qualcomm für das laufende Quartal schlechtere Ergebnisse an, woraufhin die Aktie der Company um 16 Prozent nachgab. Als Grund für die düstere Prognose nannte der Hersteller sinkende Nachfrage nach seinen CDMA-Chips (Code Division Multiple Access, eines der beiden in den USA gängigen Mobilfunkverfahren) und Handies.