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Qualcomm hebt Gewinnprognose an

20.09.2004

Der kalifornische Mobilfunk-Chipdesigner Qualcomm hat wegen der starken Nachfrage seine Gewinnerwartung für das ausklingende vierte Geschäftsquartal 2003/04 (Ende: 26. September) angehoben. Das Unternehmen aus San Diego rechnet nun mit einem Quartalsgewinn von 28 bis 30 Cent pro Aktie - das sind im Schnitt zwei Cent mehr als in der bisherigen Prognose. Gleichzeitig gehe man davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 60 bis 62 Prozent wachsen wird, teilte Qualcomm mit. Zuvor hatte die Company einen Zuwachs zwischen 57 und 65 Prozent prognostiziert.

Außerdem meldeten die Kalifornier, dass sie über eine Änderung bei der Verbuchung ihrer Lizenzerlöse nachdenken. Seit 1998 hat Qualcomm die in einem Vierteljahr anfallenden Tantiemen für seine in Mobiltelefonen verbauten Chips geschätzt und im darauf folgenden Dreimonatszeitraum angepasst, nachdem genaue Zahlen vorlagen. Die wachsende Dynamik im Markt für CDMA- und WCDMA-Chips (Wideband Code Division Multiple Access) erschwere dieses Vorgehen jedoch zunehmend, teilte Qualcomm mit. Sollte eine exakte Prognose der Lizenzeinnahmen nicht möglich seien, werde das Unternehmen daher ab dem aktuellen Berichtszeitraum die Rechnungslegung so ändern, dass nur die tatsächlich eingegangenen Lizenzzahlungen verbucht werden. Einnahmen und Vorsteuergewinn könnten dadurch um 298 Millionen Dollar niedriger als erwartet ausfallen, warnte das Unternehmen. (mb)