Stellenabbau angekündigt

Psion gibt sein Geschäft mit Endkunden auf

20.07.2001
MÜNCHEN (CW) - Der britische Handheld-Anbieter Psion rudert zurück: Das Geschäft mit Privatkunden soll aufgegeben werden, stattdessen fokussiere man sich stärker auf das Enterprise-Business.

Nach einer "intensiven Überprüfung der Geschäftsfelder" konzentriert sich die Handheld-Schmiede Psion künftig auf drei Bereiche. Neben dem Industrial- und Enterprise-Segment (Teklogix) und dem strategischen Investment in das Plattformkonsortium Symbian (Epoc) bestellt das Unternehmen künftig "innovative Märkte und Anwendungsfelder" mit der umstrukturierten Division Psion Digital. Damit ist für die Endkunden-orientierte Handheld-Produktpalette ("Series 5mx", "Series 7", "Revo") der letzte Vorhang gefallen - selbst wenn die Geräte laut Anbieter zunächst weiterhin vermarktet werden sollen. Auch die für die zweite Jahreshälfte angekündigten Bluetooth-PDAs und -Connectivity-Produkte wird es nicht mehr geben, lediglich das für Unternehmensanwender gedachte Subnotebook "Netbook" wird weiterentwickelt.

Im Zuge der Restrukturierung des Bereichs Psion Digital werden 250 Stellen gestrichen. Dieser drastische Schritt sowie zusätzliche Abschreibungen schlagen mit einem Sonderposten von rund 48 Millionen Euro zu Buche. Nach vorläufigen Zahlen hat Psion im ersten Halbjahr 2001 einen Umsatz von 163,5 Millionen Euro erzielt. Den Löwenanteil von 64 Prozent steuerte die Teklogix-Division dazu bei.