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PSI schickt Tochter in die Insolvenz

24.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die PSI Solutions GmbH, eine Tochter der PSI AG, hat beim Stuttgarter Amtsgericht Insolvenz angemeldet. PSI hatte die Solutions GmbH im vergangenen Jahr als Geschäftseinheit der inzwischen insolventen Ditec übernommen. Dem Unternehmen ist es nach Darstellung der PSI AG nicht gelungen, "sich an die Marktveränderungen anzupassen und die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen". Daher habe man sich entschieden, das defizitäre Tochterunternehmen mit 14 Mitarbeitern zukünftig nicht mehr finanziell zu unterstützen. Die Insolvenz von PSI Solutions werde das Jahresergebnis mit 500.000 Euro belasten, gab das Berliner Unternehmen bekannt. Diese Kosten seien jedoch bereits in der aktuellen Jahresprognose enthalten.

Angesichts der anhaltenden Branchenflaute hatte der PSI-Vorstand vor zwei Wochen seine Prognose für das Geschäftsjahr 2002 nach unten korrigiert. Die Firma rechnet nun mit 15 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr (164,9 Millionen Euro) und einem operativen EBIT-Verlust (vor Zinsen und Steuern) von zwölf Millionen Euro. In der korrigierten Prognose seien "erhebliche Restrukturierungskosten enthalten", hieß es. Gleichzeitig kündigte die Führung von PSI an, das Portfolio künftig "konsequent nach der Ertragsstärke auszurichten" (Computerwoche online berichtete). (mb)