Virtuelle Teams

Projektleiter müssen Beziehungen pflegen

22.03.2013
Von 
Alexandra Mesmer war bis Juli 2021 Redakteurin von Computerwoche und CIO-Magazin.

Tipps für Projektleiter virtueller Teams

  1. Auswahl der Mitarbeiter: Prüfen Sie nicht nur die Fachkenntnisse, sondern auch die englischen Sprachkenntnisse der Teammitglieder bereits vor Projektstart und bieten Sie bei Bedarf Crashkurse an.

  2. Kommunikation: Bereiten Sie virtuelle Meetings sorgfältig vor. Achten Sie insbesondere darauf, dass alle Teammitglieder über die erforderlichen technischen Rahmenbedingungen verfügen und mit den eingesetzten Tools vertraut sind. Planen Sie ausreichend Zeit für die Beziehungspflege mit jedem Teammitglied und regelmäßige One-to-one-Gespräche ein.

  3. Persönliche Treffen: Ein Kickoff-Meeting sollte als Präsenztreffen gestaltet werden, damit sich alle Projektbeteiligten persönlich kennenlernen und Vertrauen zueinander aufbauen. Als Leiter virtueller Linienteams sollten Sie mehrere persönliche Treffen pro Jahr mit Ihren Mitarbeitern einplanen. Im Idealfall führen Sie das jährliche Beurteilungsgespräch mit jedem Teammitglied vor Ort an dessen Arbeitsplatz.

  4. Interkulturelle Zusammenarbeit: Gehen Sie offen und tolerant mit fremden Ansichten und Arbeitsstilen um. Bieten Sie bei Bedarf interkulturelle Trainings an. Berücksichtigen Sie Zeitverschiebungen und Besonderheiten wie lokale Feiertage und Schulferien bei Ihrer Projektplanung. Beachten Sie den Arbeitsrhythmus Ihrer ausländischen Kollegen bei der Terminvereinbarung für Telefonkonferenzen und virtuelle Meetings.

  5. Dokumentation: Stellen Sie sicher, dass alle Zielgruppen im Unternehmen die Ergebnisdokumente im richtigen Format zum richtigen Zeitpunkt erhalten. Sensibilisieren Sie Ihr Team auch für die Dokumentation von informellem Wissen. Planen Sie einen Lessons-Learned-Workshop ein und informieren Sie die Abteilungen über die Ergebnisse.

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Foto: Haufe Verlag

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