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Probleme mit Hartz-IV-Software

29.12.2006
T-Systems steht unter Beschuss, weil die A2LL-Software erneut Probleme macht.

Eine Bearbeitung von Erst- und Fortzahlungsanträgen für das Arbeitslosengeld 2 (ALG2) ist nach Darstellung der Partei seit dem 27. Dezember nicht mehr möglich. Deshalb werde es zu Verzögerungen bei der Auszahlung des ALG2 kommen. Schuld an dem Dilemma sollen Probleme mit der zentralen Computersoftware A2LL sein, die die Bundesagentur für Arbeit für die Leistungsgewährung verwendet. Angesichts der wiederholten Schwierigkeiten mit dem Programm fordert die Oppositionspartei, dass der Vertrag mit T-Systems gekündigt und die Telekom-Tochter für den entstandenen Schaden aufkommen soll.

Mit ihrer Kritik an der Software ist die Linkspartei nicht allein. Auch der Deutsche Städtetag kritisiert die Qualität der Software: Zwar habe sie sich verbessert, allerdings seien bis heute nicht alle nötigen Funktionen verfügbar, weshalb Gesetzesänderungen nur mit großer Verzögerung eingepflegt werden könnten. In einer Pressemitteilung zum Jahreswechsel fordert der Städtetag, dass A2LL 2007 entweder an alle Anforderungen angepasst wird, oder durch eine dezentrale Software abgelöst wird.

Branchenkenner vermuten, dass die neuen A2LL-Probleme wohl beim Einspielen eines Updates auftraten. Zum Jahreswechsel muss die Software nämlich an die neuen Sanktionsregeln für den Bezug von ALG2-Leistungen angepasst werden. (hi)