Projekt-Management

Prince2 - Rettungsring für schwierige IT-Vorhaben?

08.01.2009
Von dem Vorgehensmodell versprechen sich die Unternehmen bessere Projektergebnisse, so eine aktuelle Umfrage.
Für zwei von drei Projektleitern ist Prince2 zumindest eine Option.
Für zwei von drei Projektleitern ist Prince2 zumindest eine Option.
Foto: Seview

Fast unbemerkt von der öffentlichen Diskussion entwickelt sich die Projekt-Management-Methode Prince2 zum neuen Hoffnungsträger in der IT, so das Beratungsunternehmen Serview mit Sitz in Bad Homburg. Fast zwei Drittel der deutschen Projektleiter stützten sich entweder schon auf das Vorgehensmodell, oder sie erwägten ernsthaft, ihr Projekt-Management künftig darauf aufzubauen. Dieses Fazit zog Serview aus der Befragung von etwa 350 Projektverantwortlichen im deutschsprachigen Raum.

Unter der Bezeichnung "Projects in Controlled Environments" wurde Prince2 vor zwei Jahrzehnten von der britischen Central Computer and Telecommunications Agency (CCTA) entwickelt, um einen Regierungsstandard für IT-Projekte zu schaffen. Vor allem die 1996 überarbeitete Version, Prince2, kommt zunehmend in privatwirtschaftlichen Organisationen zum Einsatz.

Jeder siebte hat nie von Prince2 gehört

Der Serview-Untersuchung zufolge hat jedes vierte Anwenderunternehmen bereits praktische Erfahrungen mit der Projekt-Management-Methode gemacht. Weitere 31 Prozent der befragten Projektleiter verfügen zumindest über theoretische Kenntnisse. 29 Prozent hatten immerhin von Prince2 gehört. Nur jeder siebte konnte mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen.

Allerdings düfte sich diese Wissenslücke bald schließen, so Serview. Wie die Umfrageergebnisse nahelegten, würden demnächst deutlich mehr IT-Projekte auf der Basis von Prince2 umgesetzt. 38 Prozent der Befragten wollten sich der Methode "in jedem Fall" intensiver widmen als bisher. Ein weiteres Viertel werde Prince2 "voraussichtlich" stärker in den Vordergrund rücken.

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