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Premiere ringt mit TV-Kabelnetzbetreibern um Übertragung seiner Programme

31.01.2007
Der Münchner Bezahlfernsehsender Premiere ringt mit führenden deutschen Netzbetreibern um die Fortführung der Übertragung seiner Programme im Kabelfernsehen.

"Wir führen darüber derzeit mit den großen Kabelgesellschaften Gespräche", sagte ein Sprecher des im MDAX notierten Unternehmens der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die viele Jahre alten Verträge für die Einspeisung der Premiere-Programme in die Netze von Kabel Deutschland (KDG), Unity Media und Kabel BW laufen zum Jahresende aus. Allein diese drei Kabelbetreiber versorgen der Zeitung zufolge zusammen direkt und indirekt rund 17 Millionen Kunden. Das entspreche 45 Prozent aller deutschen Fernsehhaushalte.

Erwartet werde, dass die Netzbetreiber Premiere nicht aus ihren Netzen aussperren, aber bessere Konditionen auszuhandeln versuchen, schreibt die Zeitung. Als besonders heikel gelten dem Bericht zufolge die Gespräche zwischen Premiere und dem zweitgrößten Kabelkonzern Unity Media. Dessen Fußball-Bezahlsender Arena ist der direkte Konkurrent von Premiere. (dpa/tc)