PR-Gedanken von Hans-Olaf Henkel

16.11.1990

Sebastian Trauerwein, Information Resources Manager

Der Posteingangskorb der CW ist jeden Morgen gefüllt mit Firmen- und Produktmeldungen, die niemanden in der Redaktion vom Bürohocker reißen. Nachrichten wie "Schon Asterix setzte auf Unix" oder "Das CASE-Tool im Systemhaus erspart den Nassi-Shneiderman" sind nicht dazu angetan, den Adrenalinspiegel eines Fachjournalisten hochzutreiben. Gäbe es nicht die IBM-Presseabteilung, der gemeine CW-Redakteur müßte sich so allein gelassen fühlen wie ein Klatschreporter, den der "Fair-Press"-Bannstrahl Professor Brinkmanns getroffen hat. Nun kommt es Trauerwein zwar manchmal so vor, als habe Hans Jürgen Wussow auch die Rolle des IBM-Geschäftsführers Hans Olaf Henkel übernommen, aber solche verführerischen Gedanken verflüchtigen sich schnell: Der Mime meint womöglich, was er sagt - derart Infames wollen wir dem IBM-Topmanager nicht unterstellen. Unser DV-Mann für Feinsinnige äußert sich zu allen Lebensfragen - ob es um den Umweltschutz, den Opern-Nachwuchs oder den Industriestandort Bundesrepublik Deutschland geht. Sebastian kann nicht verstehen, daß die CW so wenig Notiz davon nimmt. Ja, wenn es über die IBM-Software und die -Systeme nur Erfreuliches zu berichten gäbe ...