Potenzial für Applikationsdienste

21.10.2005

Der Markt für Application-Management-Services wächst rasant. Vor sechs Jahren in Deutschland noch kaum existent, errechneten die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) im vergangenen Jahr ein Marktvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro. Bis 2008 erwarten sie einen jährlichen Zuwachs von knapp 18 Prozent.

Laut einer Umfrage unter 52 deutschen Großunternehmen haben zwar derzeit nur acht Prozent die Anwendungsbetreuung ausgelagert, während knapp 30 Prozent ihre Applikationen nach wie vor selbst verwalten. Mehr als die Hälfte der Befragten übernimmt einen Teil der Aufgaben selbst, greift aber von Fall zu Fall auf externe Anbieter zurück - vor allem um Auslastungsspitzen abzudecken. "Der Markt bietet enormes Potenzial," folgert PAC-Experte Stephan Kaiser aus diesen Zahlen.

Vor allem HR-Anwendungen werden ausgelagert

Am häufigsten werden Anwendungen im Personalbereich, allen voran die inzwischen weitgehend standardisierten Applikationen zur Lohn- und Gehaltsabrechnung und Stammdatenverwaltung, ausgelagert. Auf Platz zwei folgt der Bereich Finanz- und Rechnungswesen. Bei branchenspezifischen Anwendungen zögern dagegen viele Unternehmen noch, da sie diese als Herzstück ihrer Softwarelandschaft betrachten. Allerdings prüfen knapp zwei Drittel der befragten Firmen eine mögliche Auslagerung solcher Anwendungen. Kaiser hält diesen Bereich daher ebenfalls für wachstumsträchtig. "Nicht umsonst richten sich zahlreiche IT-Dienstleister verstärkt branchenorientiert aus", argumentiert der Experte. (sp)