SQL-Datenbank komplett in Java geschrieben

Pointbase und Psion machen mobil

22.10.1999
MÜNCHEN (CW) - Die Unternehmen Pointbase und Psion haben eine zu 100 Prozent in Java geschriebene SQL-Datenbank auf einem Handheld-Gerät zum Laufen gebracht. Ab sofort steht die "Pointbase Mobile Edition" für die Psion-PDAs (Personal Digital Assistants) "Serie 5mx Pro" zur Verfügung.

Entwickler und Applikations-Service-Provider (ASPs) können dadurch erstmals Daten auf einem Handheld speichern, und dabei auf die Standards SQL sowie Java Database Connectivity (JDBC) zugreifen. Proprietäre Flat Files sowie umständliche objektorientierte Speicherprozeduren gehören somit nach Angaben von Pointbase der Vergangenenheit an. Die Datenbank arbeitet unter der Java-Laufzeitumgebung des Psion-Betriebssystems "Epoc". Änderungen an den Applikationen werden automatisch auch auf den Geräten wirksam, ohne daß sie rekompiliert werden müssen.

Im ersten Quartal des Jahres hatte Pointbase bereits die Server-basierte Version auf den Markt gebracht. Ebenso wie bei der mobilen Variante handelt es sich um eine objektrelationale Embedded-Datenbank, allerdings mit dem Schwerpunkt auf E-Commerce sowie Java-Server. Die Lösung läßt sich nach Angaben des Herstellers als "Einstiegsdatenbank" oder Applikations-Server für kleinere und mittlere Unternehmen verwenden.

Pointbase unterstützt die gängigen Entwicklungsumgebungen, darunter Symantecs "Visual Cafe" und "Visual Age" von IBM. Der Einstiegspreis für die Server-Version beträgt rund 3000 Dollar, für die mobile Edition sind knapp 300 Dollar zu zahlen. Pointbase-Chef Bruce Scott ist kein Unbekannter im Datenbankgeschäft. Er ist einer der Mitbegründer von Oracle sowie Gupta/Centura.