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Plenum AG rechnet mit erheblichen Umsatz- und Gewinneinbußen

31.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Plenum AG will ihre Ende vergangenen Jahres beschlossene Refokussierung konsequent umsetzen. Damit zieht sich der IT-Dienstleister aus dem Niedrigpreissegment Programmierung und dem Volumengeschäft mit Großprojekten weiter zurück und konzentriert sich statt dessen stärker auf die margenstarke Beratung und deren Realisierung.

Der Umbau wird Firmenangaben zufolge in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 30 Prozent zur Folge haben. Hintergrund sei, dass 2004 mehr als 40 Prozent der Gesamteinnahmen in Höhe von 40 Millionen auf das Großprojekt "Phoenics" entfielen. Dieser Anteil werde in diesem Jahr auf 25 Prozent sinken und im nächsten völlig wegfallen. Der Vorstand rechnet daher damit, dass der Gesamtumsatz von Plenum in diesem Jahr auf 28,5 Millionen und 2006 weiter auf 24 Millionen Euro zurückgehen wird. Auch das Ergebnis werde durch die Umbaukosten sowie durch Zusatzinvestitionen in strategische Geschäftsfelder "erheblich belastet". So soll sich der Nettoverlust im laufenden Geschäftsjahr von 1,7 Millionen auf 3,4 Millionen Euro fast verdoppeln. Im kommenden Jahr werde er dann wieder bei 1,9 Millionen Euro liegen.

Andererseits soll die Refokussierung bereits ab dem kommenden Jahr erste Früchte tragen. So schätzt das Unternehmen, dass sein Kerngeschäft (Beratung und Agentur) 2006 um zwölf Prozent wachsen wird. Übernächstes Jahr, wenn der Umbau abgeschlossen ist, will Plenum die Einnahmen um weitere 15 Prozent steigern und dabei auch wieder in die Gewinnzone zurückkehren. (sp)