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Plaxo: Als Social Network interessanterer Übernahmekandidat?

25.06.2007
Die Online-Adressbuchfirma Plaxo versucht sich neu zu erfinden - vermutlich auch, um bessere Chancen bei der Suche nach einem Käufer zu haben.

Plaxo ist schon seit Jahren aktiv und bot bislang ein Online-Adressbuch an, das man mit Desktop-Programmen wie Outlook abgleichen und von den eingetragenen Kontakten selbst auf dem neusten Stand halten lassen konnte. Allerdings hatte die im kalifornischen Mountain View ansässige Firma in den letzen Jahren oft mit Datenschutzbedenken zu kämpfen. Plaxo hat bisher auch noch keinen Cent verdient, da die meisten Nutzer nur die kostenlose Variante des Produkts verwende(te)n.

Nun hat Plaxo den Beta-Test seiner neuen Version 3.0 gestartet. Diese orientiert sich stärker an Social Networks wie Facebook oder LinkedIn und integriert Web-2.0-Features wie eine Twitter-artige Aktivitätsanzeige ("Pulse"). Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf Insider, Plaxo wolle sich damit unter anderem interessanter für potenzielle Käufer machen. In der Vergangenheit hätten unter anderem Yahoo! und die Time-Warner-Tochter AOL eine Übernahme erwogen, es sei aber nie ein Deal zustande gekommen.

Finanziert wurde Plaxo bislang von unter anderem Sequoia Capital und dem frühen Google-Investor Ram Shiram. Der Sequoia-Partner und Plaxo-Director Michael Moritz hat bestätigt, dass Plaxo in der Vergangenheit Übernahmegespräche geführt habe. Auch wenn der Mitgründer und Vice President of Products Todd Masonis betont: "Unser Ziel ist immer gewesen, eine selbstständige und unabhängige Firma zu werden." (tc)