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Plattenindustrie einigt sich mit Urhebern über Internet-Vertrieb

10.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-Plattenindustrie hat eine Vereinbarung mit Musikverlegern und Autoren geschlossen, die den Vertrieb von urheberrechtlich geschützten Liedern im Internet regelt. "Dieser Vertrag beseitigt ein großes rechtliches Hindernis für die neuen Online- Abonnementdienste", so Hilary Rosen, President des US-Verbands Recording Industrie Association of America (RIAA). Gemeinsam mit dem amerikanischen Autorenverband National Music Publishers´ Association (NMPA) legte die RIAA fest, dass die Plattenlabels ab sofort Lizenzen für den Internet-Vertrieb aller Songs erhalten, deren Rechte von der Agentur Harry Fox Agency (HFA) verwaltet werden. Diese vertritt etwa 160.000 Komponisten und 27.000 Verleger. Im Gegenzug leistet RIAA, die etwa 600 Plattenlabels repräsentiert, eine Vorauszahlung für die Tantiemen in Höhe von einer Million Dollar an die HFA. Die Vereinbarung beinhaltet noch keine genaue

Gebühr, die pro abgerufenem Musiktitel an die Urheber gezahlt werden muss. Sollte innerhalb von zwei Jahren keine Einigung über die Vergütung der Autorenrechte erzielt werden, muss die Musikindustrie pauschal jährlich 750.000 Dollar an die HFA zahlen.