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Pixelpark senkt Verlust und Umsatz

29.05.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Berliner Internet-Dienstleister Pixelpark konnte im ersten Quartal 2002 nach drastischen Sparmaßnahmen seine Verluste verringern. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Nettominus von 24,9 Millionen auf 400.000 Euro. Das Defizit vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte von fünf auf 4,1 Millionen Euro. Probleme bereiten dem einstigen Börsenstar allerdings die gesunkenen Umsätze: In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erreichten die Einnahmen mit 13,8 Millionen Euro zwar das Niveau des vorangegangenen vierten Quartals 2001. Gleichzeitig lag Pixelpark damit aber deutlich unter dem Umsatz im Vergleichszeitraum des Vorjahres von 26,1 Millionen Euro. Auch in den nächsten drei bis sechs Monaten erwartet Vorstandschef Paulus Neef keine signifikante Verbesserung der Nachfrage.

Als Reaktion auf die prekäre Lage hatte das Berliner Unternehmen im vergangenen Jahr einen drastischen Sanierungskurs eingeschlagen. Statt 1185 beschäftigt Pixelpark nun nur noch 656 Mitarbeiter, 363 davon in Deutschland. Nach der Trennung von den defizitären Auslandstöchtern in Großbritannien und Spanien wollen sich die Berliner nun wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Als Resultat der Bemühungen wurden die Vertriebs- und Verwaltungskosten laut Pixelpark im Vergleich zum Vorjahresquartal von 11,2 Millionen auf 6,1 Millionen Euro gesenkt.

Ende März verfügte das Unternehmen über Barmittel in Höhe von 19,8 Millionen Euro zurück, 7,9 Millionen Euro weniger als zum Jahreswechsel. (mb)