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Pixelnet schließt Standort in Niederbayern

01.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der angeschlagene ostdeutsche Online-Fotodienstleister Pixelnet AG plant, bis Ende des Monats seinen Standort im niederbayerischen Tiefenbach zu schließen. Das Unternehmen will mit dieser Maßnahme seine Fixkosten senken und in Zukunft sein operatives Geschäft auf den Firmensitz in Wolfen, Sachsen-Anhalt, konzentrieren. Nach eigenen Angaben sind von der Schließung 31 Angestellte betroffen, die vor allem in der Vertriebs- und Marketing-Abteilung sowie der Verwaltung tätig waren. In Berlin sollen laut "Financial Times Deutschland" weitere fünf Mitarbeiter gehen, da Pixelnet beabsichtigt, seine dort ansässige Entwicklungsabteilung dicht zu machen. Insgesamt beschäftigt das Neue-Markt-Unternehmen in Deutschland derzeit zirka 130 Mitarbeiter, zusammen mit den Angestellten bei der insolventen Tochter Photo Porst beläuft sich die Zahl auf etwa 1400.

Wie der Online-Fotodienstleister weiter bekannt gab, hat der Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung die Doppelmandate der Vorstandsmitglieder Patrick Palombo und Walter Kroha bei Pixelnet und Photo Porst aufgehoben. Die beiden Manager werden künftig ausschließlich für die Foto-Handelskette tätig sein. Bei Pixelnet hingegen zeichnet fortan der neu ernannte Vorstandschef Gerhard Köhler (Computerwoche online berichtete) für die Bereiche Strategie, Personal, Recht, PR/IR und Finanzen verantwortlich, während sein Vorstandskollege Georg Kellberger das operative Geschäft inklusive Technik, Forschung und Entwicklung leiten wird. (mb)