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Phishing kann E-Commerce nicht stoppen

16.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl viele Verbraucher in den USA ihre Online-Ausgaben aus Angst vor Phishing-Attacken kürzen, wächst der Online-Handel weiter. Das ist das Ergebnisse zweier unabhängig voneinander veröffentlichter Studien aus den USA.

Einem Bericht der Cyber Security Industry Alliance (CSIA) zufolge sagten fast die Hälfte der Teilnehmer an einer US-weiten Befragung im Mai, dass die Angst vor Identitätsdiebstahl sie vom Online-Business abhalte. Außerdem gaben 97 Prozent der Befragten an, das Problem Identitätsdiebstahl müsse gelöst werden und 93 Prozent sagten, sie hätten Angst vor Spyware.

Nichtsdestotrotz stellte der Infrastrukturdienstleister Verisign in einer Erhebung bei 135 000 Unternehmen fest, dass die Zahl der E-Commerce-Transaktionen im vergangenen Jahr um 30 Prozent gestiegen sei. Dabei habe sich der durchschnittliche Transaktionswert im ersten Quartal 2005 um vier Prozent auf 150 Dollar erhöht. Gleichzeitig ließ das Unternehmen verlauten, die Bedrohung durch Pharming habe in den letzten Monaten stark zugenommen.

Sicherheit erwarten die amerikanischen Anwender in dieser Frage allerdings offensichtlich nicht in erster Linie von den technischen Lösungen der Hersteller und Dienstleister. Vielmehr wollen 64 Prozent der Befragten in der Untersuchung der Cyber Security Industry Alliance vor allem, dass die Regierung mehr für die Sicherheit von Computersystemen tun solle. Immerhin 17 Prozent sind der Ansicht, dass die Privatsphäre im Internet durch neue Gesetze geschützt werden solle. (uk)