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Philips will nicht mehr in Westeuropa produzieren

08.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf massive Veränderungen müssen sich die Philips-Mitarbeiter im Zuge des Konzernumbaus einstellen. Der große Haushalts- und Unterhaltungselektronikhersteller verlagert seine Produktion von optischen Speichern von Europa nach Asien und will im Bereich Unterhaltungselektronik mittelfristig sogar ganz aus der Eigenproduktion aussteigen. Konzernchef Gerhard Kleisterlee nannte zwar keine konkreten Zahlen zum Stellenabbau, gab aber in der Presse bekannt, dass einige tausend der insgesamt 184.000 Beschäftigten von der Umstrukturierung betroffen seien, darunter vor allem die Bereiche Personal, IT und Buchhaltung. "Sie könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, an einen anderen Ort ziehen oder eine andere Arbeit annehmen müssen", so Kleisterlee zu der Financial Times Deutschland. Bis 2005 sollen von ehemals zwölf Montagewerken nur noch fünf übrigbleiben. Außerdem sollen Bereiche ausgegliedert werden,

die nicht zu den Kerngeschäftsfeldern Unterhaltungselektronik, medizinische Geräte, Beleuchtung, Halbleiter und Hauselektronik gehören. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat Philips etwa 35.000 Stellen abgebaut. (am)