Web

 

Philips warnt vor schwächerer Verbrauchernachfrage

16.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips warnt davor, dass die unerwartet schwache Nachfrage im Bereich Unterhaltungselektronik und bei Haushaltsgeräten die Ergebnisse des laufenden zweiten Quartals 2005 belasten könne.

"Wirtschaftliche Indikatoren rund um den Globus deuten auf abnehmende Wachstumsraten", erklärte Konzernchef Gerald Kleisterlee auf einem Treffen mit Analysten. Insbesondere Europa leide an einem geschwächten Konsum-Umfeld im Einzelhandel und behindere damit die kurzfristigen Wachstumspläne des Konzerns.

Obwohl die beiden Sparten Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte im vergangenen Jahr für rund 40 Prozent der knapp sechs Milliarden Euro Jahresumsatz verantwortlich zeichneten, hält Philips an dem für 2005 geplanten Wachstum um fünf bis sechs Prozent fest. Aktuell gebe es keinen Grund, dieses Ziel zu korrigieren, erklärte Konzernsprecher Jayson Otke dem "Wall Street Journal".

Philips-CEO Kleisterlee kündigte an, dass der Konzern zusätzliche Maßnahmen treffen werde, um die Effizienz im Kerngeschäft zu steigern. Gleichzeitig werde sich Philips weiter von Randaktivitäten trennen, um seine mittelfristigen Ziele zu erreichen.

Dazu zählt unter anderem, dass der taiwanische Hersteller TPV Technology Limited für Philips die Fertigung von OEM-Monitoren und billigen LCD-TVs übernimmt. Nachdem die beiden Unternehmen bereits im Dezember 2004 eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet haben (Computerwoche.de berichtete), wurde der Vertrag nun unter Dach und Fach gebracht. Wie der niederländische Elektronikkonzern bekannt gab, steigt TPV nach Abschluss der Transaktion mit einem Jahresabsatz von über 35 Millionen Geräten der weltweit größte Anbieter von PC-Monitoren und Flachbild-Fernsehgeräten auf. Die zu transferierenden Aktivitäten haben einen Wert von rund zwei Milliarden Dollar. In diesem Zuge wird Philips mit 30 Prozent an TPV beteiligt sein. (mb)