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Philips steigert Gewinn stärker als erwartet

17.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im dritten Quartal den Gewinn bei anziehenden Umsätzen stärker gesteigert als erwartet. Für das Schlussquartal zeigte sich das Unternehmen ebenso optimistisch wie für die mittelfristig angestrebten Profitabilitätsziele.

Der Gewinn stieg im dritten Quartal auf 1,436 (Vorjahr: 1,172) Milliarden, wie der im EuroSTOXX 50 notierte Elektronikkonzern am Montag in Eindhoven mitteilte. Finanzexperten hatten im Schnitt mit einem geringeren Gewinn gerechnet. Nach oben getrieben wurde der Gewinn von einem Sondereffekt in Höhe von 1,086 Milliarden Euro aus dem Aktienverkauf von Beteiligungen wie TSMC und LG.Philips LCD. Im Vorjahreszeitraum lag der Sondereffekt bei 635 Millionen Euro.

Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 7,626 Milliarden Euro zu. Hier hatten die Analysten einen Rückgang prognostiziert. Der operative Gewinn sei von 1,019 Milliarden Euro auf 442 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahr war ein Teil der Einmalerlöse auch in den operativen Gewinn geflossen.

Philips liegt nach Einschätzung von Konzernchef Gerard Kleisterlee dank einer soliden Entwicklung und verbesserter Profitabilität auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen. "Wir erwarten, dass Philips das Jahr mit einem weiteren starken Quartal abschließt", hieß es. Bestätigt wurden zudem die Renditeziele für 2006. Demnach soll die operative Marge bis Ende des kommenden Jahres auf sieben bis zehn Prozent zulegen, bekräftigte Finanzvorstand Pierr-Jean Sivignon. In den ersten neun Monaten 2005 hatte der operative Gewinn mit 782 Millionen Euro knapp 3,7 Prozent des Umsatzes betragen.

Im dritten Quartal legte der Umsatz in allen Sparten zu. Zudem schrieben alle Bereiche schwarzen Zahlen. In der Halbleitersparte rechnet Philips auch zwischen Oktober und Dezember mit einem Umsatzanstieg, der im Rahmen des dritten Quartals liegt. Gemessen in US-Dollar dürfte der Erlös in der Sparte demnach wieder um rund sieben Prozent zulegen. Insgesamt sieht Philips zum Abschluss des Jahres erneut ein "solides" Quartal. Das Unternehmen will weitere 60 Millionen Euro in die Imagekampagne stecken. (dpa/mb)