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Philips sieht rot

16.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips verzeichnete in seinem dritten Fiskalquartal einen Nettoverlust von 799 Millionen Euro. Im vergleichbaren Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Profit von 2,07 Milliarden Euro eingefahren. Das operative Defizit betrug 516 Millionen Euro, ein Jahr zuvor erreichte der Konzern noch ein Plus von 945 Millionen Euro. Besonders hohe Einbußen musste Philips in seiner Halbleitersparte hinnehmen: Dieser Bereich rutschte von plus 373 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf ein Minus von 279 Millionen Euro. Auch der Umsatz entwickelte sich mit 7,2 Milliarden Euro rückläufig: Im dritten Geschäftsquartal 2000 erwirtschaftete Philips noch Einnahmen von 9,4 Milliarden Euro.

Bei unveränderten ökonomischen Bedingungen geht Philips im vierten Fiskalquartal von einem operativen Breakeven aus. Allerdings rechnet das Unternehmen mit erheblichen außergewöhnlichen Belastungen wie 350 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Akquisition von Marconis Medizinsparte und 75 Millionen Euro für die Übernahme von Agilent HSG sowie mit 200 bis 250 Millionen Euro für Restrukturierungsmaßnahmen.

Die Philips-Aktie legte am heutigen Dienstagmorgen um 4,74 Prozent auf 24,29 Euro zu.