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Philips: Optisches Laufwerk aus dem Zwergenland

04.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der niederländische Elektronikkonzern Philips Electronics stellte auf der Createc 2002 ein optisches Miniaturlaufwerk inklusive Medium zur Schau. Philips Disk-Protoyp hat mit einem Durchmesser von 30 Millimetern etwa die Größe einer Zwei-Euro-Münze, bietet jedoch Platz für ein Gigabyte an Daten. Die auf den Namen "Small Form Factor Optical Storage" (SFFO) getaufte Disk soll - anstelle heutiger Speicherkarten - in künftigen Mobilgeräten ihren Dienst verrichten. Das System basiert auf einer Technologie, bei der blauer Laser zum Einsatz kommt. Diese Technik wird auch in Videosystemen auf Basis optischer Disks verwendet und soll auf absehbare Zeit die heutige DVD ersetzen. Blaue Laserstrahlen haben eine kürzere Wellenlänge als der in DVD oder CD-Laufwerken verwendete rote Laser und beanspruchen deutlich weniger Speicherplatz. Auf diese Weise ist es Philips gelungen, ein Gigabyte auf

einer münzgroßen Disk unterzubringen und dabei trotzdem die Maximalkapazität einer CD-ROM um etwa 50 Prozent zu übertreffen.

Im Marktsegment der optischen Minispeicher tummeln sich bislang noch nicht sehr viele Player. Das Gros der Hersteller konzentriert sich auf Highend-Systeme mit 12-Zentimeter-Medien. Eine Ausnahme stellt neben Philips das US-Unternehmen DataPlay dar, das in diesem Jahr eine doppelseitige optische Mini-Disk mit einer Speicherkapazität von 250 MB pro Seite auf den Markt gebracht hat. Im Gegensatz zu Philips SFFO-Disk soll sich diese jedoch nur einmal beschreiben lassen. (kf)