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Philips fährt gutes Quartalsergebnis ein

20.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Royal Philips Electronics konnte im abgelaufenen ersten Fiskalquartal dieses Jahres mit einem Nettogewinn von 1,14 Milliarden Euro ein gutes Geschäftsergebnis einfahren. Allerdings enthält der Überschuss Erlöse von 526 Millionen Euro, die aus dem Verkauf von Anteilen der kalifornischen JDS Uniphase stammen. Abzüglich dieser einmaligen Einkünfte konnte der operative Gewinn trotzdem um 31 Prozent auf 614 Millionen Euro gesteigert werden, gemessen an 469 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurden die Erwartungen der Marktanalysten deutlich übertroffen, die von einem Profit zwischen 433 und 526 Millionen Euro ausgegangen waren. Philips erwartet weiterhin gute Geschäfte und kündigte an, Unternehmensaktien im Wert von 1,7 Milliarden Euro zurückkaufen zu wollen. An der Börse in Amsterdam stieg der Kurs nach Bekanntgabe der Quartalsergebnisse um 3,85

Euro auf 45,9 Euro.

Nach größeren Verlusten im vergangenen Jahr konnte auch die Mobiltelefon-Einheit des Elektronikkonzerns mit drei Millionen verkauften Handys in diesem Quartal erstmals wieder einen geringen Gewinn verzeichnen. Insgesamt hofft das Unternehmen bis Ende des Jahres 18 Millionen Stück zu vertreiben. Die Halbleitersparte von Philips verbuchte einen Gewinnzuwachs um 44 Prozent von 167 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 241 Millionen Euro in diesem Quartal. Außerdem plant der holländische Konzern, seine IT-Service-Einheit Origin im Laufe des Jahres an die Börse zu bringen.