Das iPhone als Diktiergerät

Philips Dictation für iOS

09.05.2013
Von  und
Yvonne Göpfert ist als freie Journalistin in München tätig.
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
Diktiergeräte sind mit 400-600 Euro sehr teuer. Eine gute Diktier-App kann eine günstige Alternative sein.

Professionelle Diktiergeräte können Diktate aufnehmen und wiedergeben. Der Diktierende kann vor- und zurückspulen, Pause machen, Texte mittendrin einfügen oder sein Diktat überschreiben. All diese Funktionen stecken auch in der Philips Dictation Apps fürs iPhone. Für die Weiterverarbeitung können die Diktate zudem mit Zusatzinfos wie Kategorie, Dringlichkeit oder Anmerkungen versehen werden. Zudem lassen sich die Dateien bei Bedarf verschlüsseln. Das ist wichtig, falls vertrauliche Inhalte wie Angebote oder Verträge diktiert werden.

Praktisch: Im Express-Modus müssen Sie Ihr iPhone nur zwei Mal schütteln, um die Diktierfunktion zu starten oder die Aufnahme zu beenden. Die Diktate werden lokal auf dem Smartphone gespeichert und können unter dem Reiter "Aufnahmen" wieder angehört und von dort aus auch per E-Mail versendet oder auf Skydrive oder Dropbox hochgeladen werden. Um den kompletten Workflow des Diktats vom Abtippen über die Freigabe bis zur Archivierung abzubilden, kann man sich die Desktop-Lösung Speech Exec-Lösung von Philips Dictation Solutions holen (kostenpflichtig). Doch auch in allen anderen professionellen Diktiersystemen von Grundig Business Solutions oder Olympus lassen sich die Diktate abspielen.

Fazit: Unkomplizierte Bedienung

Die Bedienung ist absolut unkompliziert, die Sprachqualität ist gut genug, um ein Diktat auch per Spracherkennungs-Software in Text umzuwandeln. Ein großes Plus ist zudem der Zugriff auf die Diktate durch Dritte via Dropbox, Sky Drive und E-Mail. Doch es bleibt ein Nachteil gegenüber professionellen Diktiergeräten bestehen: Ein iPhone ist nicht ganz so handlich wie ein Diktiergerät. Bei langen Diktaten mit dem Smartphone kann es schneller zu Krämpfen in der Hand kommen.