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Peoplesoft überrascht Analysten

02.02.2000
Conway kündigt neues ASP-Projekt an

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Peoplesoft meldete für sein viertes Quartal zwar Verluste und einen Umsatzrückgang, übertraf jedoch trotz allem die Prognosen der Wallstreet. Im abgelaufenen Geschäftsabschnitt verzeichnete der ERP-Anbieter (Enterprise-Resource-Planning) einen Nettoverlust von 5,6 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor machte das Unternehmen noch einen Profit von 27,3 Millionen Dollar. Bleiben außergewöhnliche Belastungen für die Akquisition des Front-office-Spezialisten Vantive Corp. (CW Infonet berichtete) sowie zusätzliche Einkünfte unberücksichtigt, so betrug der Gewinn im vergangenen Quartal 11,1 Millionen Dollar oder vier Cent pro Aktie. Damit lag das Ergebnis um zwei Cent über den Erwartungen der Analysten. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der operative

Gewinn auf 42,3 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Anteilschein.

Der Umsatz des Softwareherstellers ging im vierten Quartal 1999 von 411,3 auf 372,3 Millionen Dollar zurück. Peoplesoft-Chef Craig Conway machte für diese 9,5-prozentige Einbuße vor allem die Jahr-2000-Umstellung verantwortlich, die im vergangenen Jahr die Masse der Software-Investitionen geschluckt habe. "Wir sind froh, dass das Jahr 1999 vorbei ist," kommentierte er. Das Unternehmensergebnis sei ein Zeichen dafür, dass sich der ERP-Markt wieder erhole.

Conway kündigte zudem an, in den nächsten drei Wochen ein neues ASP-Projekt (Application-Service-Provider) vorstellen zu wollen. Peoplesoft habe bereits mit elf Firmen Partnerschaften für das Geschäft mit der Online-Vermietung von Software abgeschlossen und zehn Millionen Dollar in Corio investiert, einem auf Dotcom-Companies spezialisierten ASP.